Freitag, 21. Juni 2013

Trendsport für Banker aus Großbritannien auch in Deutschland groß im Kommen...

Wer kennt nicht die Bilder aus britischen Pubs zur Mittagszeit: in den größeren Städten stehen Dutzende von Anzug- und Schlipsträgern in und vor den Pubs; jeder von Ihnen mit einem Pint Bier (ca. 0,6 l) in der Hand und möglichst lässig an Tresen oder Tischen gelehnt. Dabei handelt es sich vor allem um die Mitarbeiter der umliegenden Banken, die sich hier nicht etwa in ihrer Mittagspause sinnlos besaufen. Nein, Sie frönen dem britischen Bankersport überhaupt: dem Pintlifting!

Die Regeln sind schnell erklärt. Ziel ist es, in der Mittagspause möglichst viele "Halbe" zu konsumieren, um dann frisch gestärkt an den Arbeitsplatz zurückzukehren ohne dabei sonderlich aufzufallen. Neben einer A-Note für die Anzahl der Gläser, gibt es eine Haltungsnote mit der der Gang zurück an den Schreibtisch bewertet wird (wer von Kollegen gestützt werden muss, ist raus). 

Beim Bundesverband Deutscher Gewichtheber eV reagiert man mit Entsetzen auf den jetzt auch nach Deutschland schwappenden Trend. Schließlich arbeitet man dort schon seit Jahren an der Einführung einer Sparte "Bleistitfheben". Ein Sprecher des Verbandes beklagt vor allem das schlechte Vorbild für junge Erwachsene. Schließlich ist "Pintlifting" in Großbritannien ein reiner Männersport, der Frauen systematisch ausgrenzt. Noch sei man aber guten Mutes, dass sich der Sport in Deutschland nicht durchsetzt. Schließlich wäre es kaum möglich, in Deutschland eine flächendeckende Versorgung mit lauwarmen und abgestandenem Bier zu gewährleisten. Auf den Hinweis, dass die Kölsch-Brauereien bereits an einem Konzept hierfür arbeiten, antwortete der Verbandsprecher: na, dann besaufen sich die Jungs wenigstens nicht.

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