Bank-Kurier
Wir haben uns dem investigativen Journalismus verschrieben und berichten tagesaktuell über Wahn und Wahnsinn in der Deutschen Bankenlandschaft. Wir sind unabhängig und informieren Sie fernab der sonst üblichen drögen Pressemitteilungen. Seit dem 20.06.2013: Satire meets Finanzwelt!
Dienstag, 18. November 2014
Wegen IBAN: DG-Verlag kommt mit dem Druck von Überweisungsbelegen nicht mehr nach...
Wiesbaden: der zum genosschaftlichen Verbund zählende DG-Verlag warnt vor Lieferengpässen bei Überweisungsformularen. Zwar sei der Bedarf an "den kleinen gelben Durchschreibeformularen" in der vergangenen Jahren durch das Online-Bank stark zurückgegangen, aber seit Einführung von IBAN steigt der Bedarf wieder rasant.
Sonntag, 16. November 2014
Deutsche Bank koppelt Dispo-Zins an Börsenkurs
Frankfurt: Die Deutsche Bank Privatkunden AG wird den Zinssatz für Dispo-Kredite künftig an den Börsenkurs der Deutschen Bank koppeln. Laut Vorstandsbeschluss will man so vor allem der Kritik von Verbraucherschützern entgehen und den Zinssatz entsprechend der Lage an den Finanzmärkten nach unten anpassen. Ziel sei es, dass Dispo-Zins und Börsenkurs demnächst im Verhältnis 1:1 stehen. Bei einem Börsenkurs von aktuell rund 24 Euro ist man davon nicht mehr allzu weit entfernt.
Donnerstag, 19. Juni 2014
Mittwoch, 18. Juni 2014
Penny-Supermarktkette lehnt Pin-Code-Spracherkennung bei Kartenzahlung ab...
Wie das Nachrichtenmagazin "Der Postillion" berichtet, plant der Handelsverband Deutschland, sämtliche Kartenlesegeräte auf Spracherkennung umzurüsten. Dies sei dringend notwendig, um die Servicequalität an den Kassen im Einzelhandel deutlich zu verbessern und die Bezahlvorgänge zu beschleunigen. Mit diesem Vorhaben stößt der Verband bei einigen Mitgliedern allerdings auf Skepsis. Insbesondere die Supermarktkette Penny sieht in der Pin-Code-Spracherkennung keinen Vorteil.
Laut einem Pressesprecher der zum Rewe-Konzern gehörenden Penny Markt GmbH hätten Befragungen innerhalb der Penny-Grupp, insbesondere in der Filiale Hamburg-Reeperbahn, ergeben, dass durch die Eingabe der PIN-Nummer per Spracherkennung kein nennenswerter Zeitvorteil zu erwarten sei. Um in einigen Filialen einen echten Zeitvorteil zu schaffen, wäre es wesentlich sinnvoller, wenn man die bei Touristen so beliebten "Taxikarten" ("Ich heiße Max Mustermann und wohne im Hotel "Absteige") um die PIN-Nummer ergänzen würde. Dem Kassenpersonal und den Kunden sei es nicht zuzumuten, mit anzusehen, wie erwachsene Menschen ab 1,9 o/oo versuchen, 4 Zahlen so deutlich auszusprechen, dass diese vom Spracherkennungssystem erkannt werden.
Die Verbraucherzentrale Hamburg reagierte empört auf den Vorschlag von Penny. Dies sei mit dem Datenschutz nicht vereinbar, allerdings könnte man sich als Kompromiss vorstellen, die PIN-Nummer in Form eines Barcodes auf die "Taxikarte" aufzubringen. Dieser könnte dann von dem Kassenpersonal gescannt werden. Das wiederum bezeichnete der Pressesprecher als Unsinn, denn der Barcode sei durch die obligatorischen Rückstände von Bier, Döner und Erbrochenem nur schwer lesbar.
Laut einem Pressesprecher der zum Rewe-Konzern gehörenden Penny Markt GmbH hätten Befragungen innerhalb der Penny-Grupp, insbesondere in der Filiale Hamburg-Reeperbahn, ergeben, dass durch die Eingabe der PIN-Nummer per Spracherkennung kein nennenswerter Zeitvorteil zu erwarten sei. Um in einigen Filialen einen echten Zeitvorteil zu schaffen, wäre es wesentlich sinnvoller, wenn man die bei Touristen so beliebten "Taxikarten" ("Ich heiße Max Mustermann und wohne im Hotel "Absteige") um die PIN-Nummer ergänzen würde. Dem Kassenpersonal und den Kunden sei es nicht zuzumuten, mit anzusehen, wie erwachsene Menschen ab 1,9 o/oo versuchen, 4 Zahlen so deutlich auszusprechen, dass diese vom Spracherkennungssystem erkannt werden.
Die Verbraucherzentrale Hamburg reagierte empört auf den Vorschlag von Penny. Dies sei mit dem Datenschutz nicht vereinbar, allerdings könnte man sich als Kompromiss vorstellen, die PIN-Nummer in Form eines Barcodes auf die "Taxikarte" aufzubringen. Dieser könnte dann von dem Kassenpersonal gescannt werden. Das wiederum bezeichnete der Pressesprecher als Unsinn, denn der Barcode sei durch die obligatorischen Rückstände von Bier, Döner und Erbrochenem nur schwer lesbar.
Dienstag, 14. Januar 2014
Prokon zahlt Anleger jetzt mit Essensgutscheine aus...
Das Windenergieunternehmen Prokon will Anlegern, die ihre Anlage kündigen, künftig in Gutscheinen wahlweise von McDonalds, Burgerking oder KFS auszahlen. Laut einem Unternehmenssprecher möchte man den Anlagern so deutlich machen, was es bedeutet, sein Kapital in Genußrechten anzulegen. Von dem ursprünglichen Vorhaben das Kapitals in Form von Krabbenbrötchen auszuzahlen hat man unternehmensseitig Abstand genommen. Zwar sei der Genuss größer als bei den Fastfoodketten, aber die stark schwankenden Krabbenpreise machten dieses Vorhaben zunehmend unkalkulierbar. Wer partout keinen Gutschein einer Fastfoodkette möchte kann sich statt dessen auch mit heisser Luft in Dosen beliefern lassen. Davon hätte man bei Prokon noch genügend auf Lager.
Montag, 14. Oktober 2013
Limburger Bischofssitz mit Bausparvertrag finanziert...
Wie heute aus gut unterrichteten Kreisen bekannt wurde, ist der Limburger Bischofssitz über Bausparverträge beim BHW "voll durchfinanziert". Die Vor-/Zwischenfinanzierung übernimmt die Vatikanbank. Die Besparung des Bausparvertrages über 45 Mio Euro erfolgt über die vermögenswirksamen Leistungen aller Katholiken im Bistum Limburg. Die Zuteilung des Bausparvertrages ist voraussichtlich der 31.12.2033. Auch der Bischoff selbst wolle sein Scherflein beitragen und ebenfalls seine VL einzahlen. Er ist gerade nach Rom geflogen, um dort höchst persönlich in der Personalabteilung den geänderten Antrag auf Zahlung der VL einzureichen.
Nachdem das Bistum die Abschlussgebühr für den Bausparvertrag bereits voll eingezahlt hat, ist der Abschlussvermittler Igor S. "bis auf weiteres verreist" und war daher für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Nachdem das Bistum die Abschlussgebühr für den Bausparvertrag bereits voll eingezahlt hat, ist der Abschlussvermittler Igor S. "bis auf weiteres verreist" und war daher für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Samstag, 29. Juni 2013
Schufa löscht ältesten Eintrag...
Die Rentnerin Ida R. aus Hamburg kann ihr Glück
noch gar nicht fassen. Im Rahmen eines persönlichen Besuches hat ihr
Vorstandsmitglied Dr. Michael Freytag mitgeteilt, dass ihr Negativeintrag
vom 18.11.1927 endlich gelöscht wurde. Es handelte sich dabei um den ersten
Negativeintrag bei der Schufa überhaupt.
Ida R. hatte schon früh Ärger mit Ihrem
Telekommunikationsanbieter. Die Deutsche Reichspost schickte Ida R. im November 1923 eine Rechnung über 1.234.556.978 Reichsmark. Ida R. weigerte sich,
diese Rechnung zu bezahlen ("Ich war erst 7 und hatte gar kein Telefon"). Die
Beschwerde wurde zeitnah bearbeitet und dann im November 1927 schließlich "tituliert" und bei der Schufa eingetragen.
Später geriet der Eintrag in Vergessenheit. Die Schufa war für Ida R. in der Nachkriegszeit kein Thema, denn schließlich konnten Frauen beispielsweise erst ab 1957 -zumindest theoretisch- ein eigenes Bankkonto eröffnen. Finanzen waren seinerzeit reine Männersache. Erst Nach dem Tod Ihres Mannes in 2001 wurde der Schufa-Eintrag wieder zum Thema. Leider wollte die Telekom zunächst nicht so einfach auf die Forderung gegenüber Ida R. verzichten, hat sich dann aber dazu bereit erklärt und eine "umgehende Löschung" des Negativeintrags zugesichert.
Später geriet der Eintrag in Vergessenheit. Die Schufa war für Ida R. in der Nachkriegszeit kein Thema, denn schließlich konnten Frauen beispielsweise erst ab 1957 -zumindest theoretisch- ein eigenes Bankkonto eröffnen. Finanzen waren seinerzeit reine Männersache. Erst Nach dem Tod Ihres Mannes in 2001 wurde der Schufa-Eintrag wieder zum Thema. Leider wollte die Telekom zunächst nicht so einfach auf die Forderung gegenüber Ida R. verzichten, hat sich dann aber dazu bereit erklärt und eine "umgehende Löschung" des Negativeintrags zugesichert.
Der größte Wünsch von Ida R., die jetzt endlich wieder ein
vollständiges Mitglied der Konsumgesellschaft ist, wird sich aber nicht mehr
erfüllen lassen: Powershopping bei Neckermann.
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