Die Rentnerin Ida R. aus Hamburg kann ihr Glück
noch gar nicht fassen. Im Rahmen eines persönlichen Besuches hat ihr
Vorstandsmitglied Dr. Michael Freytag mitgeteilt, dass ihr Negativeintrag
vom 18.11.1927 endlich gelöscht wurde. Es handelte sich dabei um den ersten
Negativeintrag bei der Schufa überhaupt.
Ida R. hatte schon früh Ärger mit Ihrem
Telekommunikationsanbieter. Die Deutsche Reichspost schickte Ida R. im November 1923 eine Rechnung über 1.234.556.978 Reichsmark. Ida R. weigerte sich,
diese Rechnung zu bezahlen ("Ich war erst 7 und hatte gar kein Telefon"). Die
Beschwerde wurde zeitnah bearbeitet und dann im November 1927 schließlich "tituliert" und bei der Schufa eingetragen.
Später geriet der Eintrag in Vergessenheit. Die Schufa war für Ida R. in der Nachkriegszeit kein Thema, denn schließlich konnten Frauen beispielsweise erst ab 1957 -zumindest theoretisch- ein eigenes Bankkonto eröffnen. Finanzen waren seinerzeit reine Männersache. Erst Nach dem Tod Ihres Mannes in 2001 wurde der Schufa-Eintrag wieder zum Thema. Leider wollte die Telekom zunächst nicht so einfach auf die Forderung gegenüber Ida R. verzichten, hat sich dann aber dazu bereit erklärt und eine "umgehende Löschung" des Negativeintrags zugesichert.
Später geriet der Eintrag in Vergessenheit. Die Schufa war für Ida R. in der Nachkriegszeit kein Thema, denn schließlich konnten Frauen beispielsweise erst ab 1957 -zumindest theoretisch- ein eigenes Bankkonto eröffnen. Finanzen waren seinerzeit reine Männersache. Erst Nach dem Tod Ihres Mannes in 2001 wurde der Schufa-Eintrag wieder zum Thema. Leider wollte die Telekom zunächst nicht so einfach auf die Forderung gegenüber Ida R. verzichten, hat sich dann aber dazu bereit erklärt und eine "umgehende Löschung" des Negativeintrags zugesichert.
Der größte Wünsch von Ida R., die jetzt endlich wieder ein
vollständiges Mitglied der Konsumgesellschaft ist, wird sich aber nicht mehr
erfüllen lassen: Powershopping bei Neckermann.
