Samstag, 29. Juni 2013

Schufa löscht ältesten Eintrag...

Die Rentnerin Ida R. aus Hamburg kann ihr Glück noch gar nicht fassen. Im Rahmen eines persönlichen Besuches hat ihr Vorstandsmitglied Dr. Michael Freytag mitgeteilt, dass ihr Negativeintrag vom 18.11.1927 endlich gelöscht wurde. Es handelte sich dabei um den ersten Negativeintrag bei der Schufa überhaupt.

Ida R. hatte schon früh Ärger mit Ihrem Telekommunikationsanbieter. Die Deutsche Reichspost schickte Ida R. im November 1923 eine Rechnung über 1.234.556.978 Reichsmark. Ida R. weigerte sich, diese Rechnung zu bezahlen ("Ich war erst 7 und hatte gar kein Telefon"). Die Beschwerde wurde zeitnah bearbeitet und dann im November 1927 schließlich "tituliert" und bei der Schufa eingetragen.

Später geriet der Eintrag in Vergessenheit. Die Schufa war für Ida R. in der Nachkriegszeit kein Thema, denn schließlich konnten Frauen beispielsweise erst ab 1957 -zumindest theoretisch- ein eigenes Bankkonto eröffnen. Finanzen waren seinerzeit reine Männersache. Erst Nach dem Tod Ihres Mannes in 2001 wurde der Schufa-Eintrag wieder zum Thema. Leider wollte die Telekom zunächst nicht so einfach auf die Forderung gegenüber Ida R. verzichten, hat sich dann aber dazu bereit erklärt und eine "umgehende Löschung" des Negativeintrags zugesichert.

Der größte Wünsch von Ida R., die jetzt endlich wieder ein vollständiges Mitglied der Konsumgesellschaft ist, wird sich aber nicht mehr erfüllen lassen:  Powershopping bei Neckermann.

Freitag, 28. Juni 2013

ING-DiBa übernimmt Privatkundengeschäft der Commerzbank

Frankfurt: angesichts des aktuellen Aktienkurses der Commerzbank, hat die ING-Diba jetzt ein Übernahmeangebot für das Privatkundengeschäft der Commerzbank gemacht. Für die ING-DiBa als Direktbank wäre dies ein idealer Einstieg in das Filialgeschäft. Wie ein Sprecher der ING-DiBa heute in Frankfurt mitteilte, würde sich auch die Unternehmenskultur ähneln, denn schließlich bemühe sich auch die ING-DiBa verstärkt um Mitarbeiter der Generation "50+". Hinzukommt, dass die Commerzbank ja bereits mit einem Schwesterunternehmen der ING-DiBa kooperiert und über die Interhyp Immobilienfinanzierungen an Fremdbanken vermittelt.

Ob die Marke Commerzbank erhalten bleibt, ist ebenfalls noch offen. Für den Fall der Übernahme soll dann das Firmenkundengeschäft unter der Marke Dresdner Bank weitergeführt werden. Auch der Vorstand der Commerzbank darf bleiben, muss sich aber über die Ausbildung zum Bankassistenten, die die ING-DiBa älteren Arbeitnehmern anbietet, für den Wiedereinstieg in das Bankgeschäft qualifizieren. 

Sonntag, 23. Juni 2013

Creditreform wertet jetzt Xing-Profile aus

Dass die Schufa für ihren Bonitätsindex auch private Facebookaccounts auswertet, dürfte hinlänglich bekannt sein. Auf einer Pressekonferenz in Neuss gab Creditreform jetzt bekannt, dass man im gewerblichen Bereich jetzt auch ein sog. "Xing-Scoring" in die Bewertung mit einfließen lassen will.

Details wurden noch nicht bekannt gegeben, allerdings sickerte durch, dass insbesondere die Xing-User, die mehr als 500 Kontakte haben, mit einer deutlichen Abwertung rechnen müssen. Geplant sei, dass es beim sog. "Bonitätsindex 2.0" Zuschläge von 10 Basispunkten je 100 Kontakte geben soll.

Vertreter aus der Bankenwelt begrüßen die neuen Bewertungskriterien, forderten aber dass die Mitgliedschaft bei Xing allein schon Abschläge bringen sollte. Schließlich sei es unternehmerisch unverantwortlich, sich in Sozialen Netzwerken insbesondere über die Geschäftspolitik von Banken zu äußern oder gar Erfahrungen auszutauschen.

Freitag, 21. Juni 2013

Commerzbank stellt Privatkundengeschäft zum Jahresende ein

Frankfurt: die Commerzbank hat angekündigt, ihr Privatkundengeschäft zum Jahresende einstellen zu wollen. Laut Vorstandsvorsitzendem Martin Blessing habe man erst jetzt herausgefunden, dass sich so künftig weit aus mehr als die 5.000 Mitarbeiter einsparen lassen. Man wolle sich künftig auf das Kerngeschäft und Kernkompetenzen wie beispielsweise die Vernichtung von Aktienkapital konzentrieren. Das Geschäft mit Gewerbekunden wolle man aber weiter betreiben, denn hier ergäben sich ideale Synergieeffekte. 

Elbehochwasser: Dax weitestgehend ausgestorben...

Das jüngste Elbehochwasser war vor allem für Wildtiere eine Katatstrophe. Wir die Frankfurter Börse jetzt mitteilte, ist auch der Dax betroffen. In weiten Teilen der an die Elbe angrenzenden Regionen sowie in teilen von Bayern ist der Dax mittlerweile ausgestorben. Man bemühe sich aber gerade um eine zügige Wideransiedlung und werde sich um entsprechende Nachzuchten aus Zoos bemühen.

Die Nachzucht in freier Wildbahn dürfte allerdings schwierig werden, denn der Dax gilt als sensibles Tier, dem schon kleinste Veränderungen in seinem Umfeld den Garaus machen.

Trendsport für Banker aus Großbritannien auch in Deutschland groß im Kommen...

Wer kennt nicht die Bilder aus britischen Pubs zur Mittagszeit: in den größeren Städten stehen Dutzende von Anzug- und Schlipsträgern in und vor den Pubs; jeder von Ihnen mit einem Pint Bier (ca. 0,6 l) in der Hand und möglichst lässig an Tresen oder Tischen gelehnt. Dabei handelt es sich vor allem um die Mitarbeiter der umliegenden Banken, die sich hier nicht etwa in ihrer Mittagspause sinnlos besaufen. Nein, Sie frönen dem britischen Bankersport überhaupt: dem Pintlifting!

Die Regeln sind schnell erklärt. Ziel ist es, in der Mittagspause möglichst viele "Halbe" zu konsumieren, um dann frisch gestärkt an den Arbeitsplatz zurückzukehren ohne dabei sonderlich aufzufallen. Neben einer A-Note für die Anzahl der Gläser, gibt es eine Haltungsnote mit der der Gang zurück an den Schreibtisch bewertet wird (wer von Kollegen gestützt werden muss, ist raus). 

Beim Bundesverband Deutscher Gewichtheber eV reagiert man mit Entsetzen auf den jetzt auch nach Deutschland schwappenden Trend. Schließlich arbeitet man dort schon seit Jahren an der Einführung einer Sparte "Bleistitfheben". Ein Sprecher des Verbandes beklagt vor allem das schlechte Vorbild für junge Erwachsene. Schließlich ist "Pintlifting" in Großbritannien ein reiner Männersport, der Frauen systematisch ausgrenzt. Noch sei man aber guten Mutes, dass sich der Sport in Deutschland nicht durchsetzt. Schließlich wäre es kaum möglich, in Deutschland eine flächendeckende Versorgung mit lauwarmen und abgestandenem Bier zu gewährleisten. Auf den Hinweis, dass die Kölsch-Brauereien bereits an einem Konzept hierfür arbeiten, antwortete der Verbandsprecher: na, dann besaufen sich die Jungs wenigstens nicht.

Donnerstag, 20. Juni 2013

Bundessozialgericht: Kreditklemme kein Arbeitsunfall...

Die Kreditklemme bei Banken und Sparkassen ist kein Arbeitsunfall. Betroffene Mitarbeiter haben keinen Ansprüche auf Leistungen gegenüber der Berufsgenossenschaft (VBG). Das hat das Bundessozialgericht mit Urteil vom 19.06.2013 entschieden (AZ: B 1 AA 11/20 R).

Banken und Sparkasse reagieren uneinheitlich auf die Hitzewelle...

Auf Empfehlung des Bankenverbandes werden die Filialen der privaten Geldhäuser ab sofort bei Außentemperaturen von mehr als 30 Grand zumindest teilweise geschlossen. Diese neue Regelung tritt ab dem 21.06.2013 in Kraft, gilt zunächst aber nur für Bereiche, in denen Mitarbeite in engen geschlossenen Räumen arbeiten müssen, also beispielsweise in Geldautomaten und Kontoauszugsdrucken.

"Wir denken bei der Regelung an die Gesundheit unserer Mitarbeiter", sagte Verbandschef Jürgen Fitschen gegenüber unserem Reporter. Ein möglicher Grund: in einer Filiale der Deutschen Bank (auch dort ist Jürgen Fitschen Chef) im sächsischen Oschatz ist der im Geldautomat tätige Azubis Kevin A. bei dem Versuch, diesen mittels Besprengen mit Wasser abzukühlen, beinahe ertrunken. Er konnte im letzten Augenblick von Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr gerettet werden.

Der Deutsche Sparkassen und Giroverbank prüft, seinen Mitgliedern eine generelle "Anzugserleichterung" zu empfehlen. Insbesondere die männlichen Beschäftigten sollen künftig bei Temperaturen ab 30 Grad im Bermudashorts zum Dienst erscheinen dürfen. Laut unseres Informanten scheut man dort derzeit aber noch ggf. wieder aufkommenden Diskussionen um Steuerparadiese in der Karibik.

Im genossenschaftlichen Bankensektor ist man sich uneins über mögliche Hitzefreiregelungen (o.ä.). Die Sparda-Banken erklären sich solidarisch mit ihrem Stammkundenklientel bei der Bahn und schalten Klimaanlagen künftig nach dem Zufallsprinzip ab. Die PSD-Banken planen -ebenfalls in Anlehnung an Ihre alte Kundenklientel- die ein Einführung einer telefonischen Hotline.